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Neurodermitis

Unter Neurodermitis (Ekzema atopicum, endogenes Ekzem) versteht man eine in Perioden wiederkehrende, juckende Hauterkrankung.
Das Leiden manifestiert sich in der Regel bereits im Säuglingsalter.

Als Vorreiter findet sich nicht selten ein Milchschorf.

Die Wangen und die Kopfhaut sind gerötet, trocken oder nässend und neigen zu Verkrustungen.

Typischerweise verlagern sich die Hauterscheinungen nach der Säuglingszeit in die Ellenbeugen und Kniekehlen. Der quälende Juckreiz führt zu blutigen Kratzeffekten und nachfolgend zur Bildung einer panzerartig ver-dickten Haut (Lichenfikation).

Nach Phasen der Ruhe kann die Erkrankung immer wieder ausbrechen.
Bei mehr als 50 % der Kinder kommt es schliesslich während der Pubertät zu einer dauerhaften Besserung der Hautbeschwerden.

Die Ursachen für die Neurodermititis (atopische Dermatitis) sind letzlich  unbekannt.

Im deutschen Ärzteblatt 3/2004 wird die Pathogenese der “atopischen Dermatitis“ wie folgt zusammengefasst (Zitat):
Die atopische Dermatitis ist eine komplexe, multifaktoriell bestimmte Er-krankung. Wichtige Konsequenz für die Praxis ist die Berücksichtigung genetischer Aspekte der Erkrankung, um frühzeitig Kinder mit erhöhtem Risiko zu erkennen und präventive Maßnahmen einzuleiten. Insbesondere die Beobachtung zur intrinsischen Form der atopischen Dermatitis belegen, dass die AD zwar häufig mit Sensibilisierungen einhergeht, diese aber nicht zwingend Voraussetzungen für die Manifestation der Erkrankung sind. Dies deutet auf weitere, bislang noch nicht vollständig identifizierte Auslöser der Erkrankung hin. Daher ist insbesondere die intrinsische Sub-gruppe von Patienten von großem Forschungsinteresse. Auch im Hinblick auf viele therapeutische Strategien, die von einer Prädominanz IgE ver-mittelter Mechanismen bei dieser Erkrankung ausgehen, haben sich in den letzten Jahren viele neue Aspekte ergeben, die zum Umdenken auffordern.(Zitatende).

Übersetzt heißt das: Man weiss nichts genaues. Es könnten viele (teilweise unbekannte) Faktoren noch dazugehören.

Die Therapievorschläge der Schulmedizin bestehen in der Verabreichung von Corticoiden, Lichtbehandlung und Immunsuppressiva, sowie Stressbewältigungstechniken (autogenes Trainig) und - immerhin - Akupunktur !!

Die Neurodermitis gehört ursächlich - soviel scheint gesichert - in den Formenkreis der sog. atopischen Erkrankungen.
Unter Atopie versteht man die Bereitschaft des Körpers, überempfindlich auf Substanzen der Umwelt zu reagieren.Atopiker bilden vermehrt bestimmte Eiweißstoffe, sogenannte Immunglobuline E (kurz IgE genannt). Diese Immunkörper können sich gegen Gräser und Pollen, Hausstaub und Milben,gegen Lebensmittel und vieles andere mehr richten.
Die Atopie ist angeboren.

Es ist wichtig sich klarzumachen, dass ein erhöhter IgE Wert im Blut lediglich besagt, dass eine Allergiebereitschaft vorliegt. Ob sich später wirklich allergische Reaktionen daraus entwickeln, lässt sich allein mit der Blutanalyse nicht vorhersagen.
Allergien treten nämlich erst nach regelmäßigem Kontakt mit dem betreffenden Reizstoff  - auch Allergen genannt - auf.

Allergien sind also im Gegensatz zur Atopie nicht angeboren, sondern werden im Laufe des Lebens erworben. Das ist auch der Grund weshalb Säuglinge noch keinen Heuschnupfen bekommen. Sie mögen die Veranlagung in sich tragen, aber der Kontakt mit Heuschnupfenallergenen ist in den ersten Lebensjahren noch zu gering um die Reizschwelle bereits zu überschreiten.
Anders verhält es sich mit Kuhmilch und anderen Nahrungsmittelallergenen. Das "tägliche Brot" des Säuglings ist eben seine Milch.

Ausschließliches Stillen  in den ersten 4- 6 Lebensmonaten wirken hier also als zuverlässiger Schutz.

Der beste Schutz vor allergischen Reaktionen ist das Meiden von Allergenen.    

Diese grundsätzlich gesicherte Erkenntnis darf allerdings auch nicht zu übertriebener einseitiger Ernährungshygiene führen.

Allergien sind rätselhaft: Die meisten Asthma Fälle finden sich in London. Das erscheint nicht verwunderlich, aber wieso Wellington in Neuseeland die zweithöchste Rate noch vor New York hat bleibt zunächst mysteriös? Weiterhin: In den Nachkriegsjahren bis weit in in die 70er wurden (in Deutschland) deutlich weniger Kinder als heute gestillt, und dennoch gab es weniger Allergien.

Wodurch gerät das Immunsystem aus der Balance?

Auch nichtallergische Umweltfaktoren (Kofaktoren) scheinen für das Entstehen einer Neurodermitis mitverantwortlich zu sein: Emissionen (saurer Regen,Ozon, Nikotin), Holz und Planzenschutzmittel sowie Schwermetalle (Quecksilber, Palladium,e.a.), Antibiotika und andere Pharmaka im Trinkwasserkreislauf sowie Zusatzstoffe in der Nahrung (Stabilisatoren, Farbstoffe) sind belastend für den Organismus, und lösen bei empfindlichen Menschen Körperreaktionen aus. Aber warum sind manche Kinder robuster als andere? Ist bei manchen Müttern bereits die Muttermilch (in der sich ja Schadstoffe ansammeln) bereits zu sehr kon-taminiert,oder überfordert  - psychosomatisch betrachtet - die zunehmende Überreizung der Welt (fehlende Ruhephasen, Fastfood, Elektrosmog) viele Kinder und macht sie dadurch anfälliger? Könnte es sein, dass ein "zuwenig" an Reizen ebenso schädlich ist wie ein zuviel?

Liegt die Zunahme  von Hautempfindlichkeiten vielleicht auch am steigenden Impfaufkommen? Was is dran am Satz unserer Großeltern: Am besten bleibt man gesund mit Dreck und mit Speck!

Die Zusammenhänge sind in der Tat äußerst komplex und – wie mehrfach betont - immer noch weitgehend unverstanden.

Neurodermitiker haben nicht selten eine gestörte Darmflora.
Diese Beobachtung deckt sich mit den Erkenntnissen der Chinesischen Medizin: Der Lungenmeridian (das Yin Organ) findet seine Yang Organkopplung im Dickdarmmeridian. Die korrespondierende Körperöffnung ist die Haut.

Der erste Meridianumlauf beinhaltet die "Organ" Kopplungen: Lunge - Dickdarm - Magen - Milz   

Das ist insofern bemerkenswert, weil dieser erste energetische Umlauf alle bekannten Zielorgane für Organe für allergische Reaktionen umfaßt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass es sich um die Hauptausscheidungsorgane handelt.

Die wechselseitige Beziehung dieser Organe ist leicht beobachtbar. Um nur einige davon zu nennen:
     nach schwerem Essen (Magenhitze) rötet sich die Haut (und schwitzt)
      belastendes Essen führt zu Hautunreinheiten (Schlackenbildung)
      nach Unterdrückung der Hautsymptome (Cortisone) steigt die Wahrscheinlichtkeit für asthmatische Beschwerden ("Symptomshift")
       nicht selten beobachtet  man Verbesserung von Hautbeschwerden bei Durchfall

Neurodermitis (wie auch andere Ekzeme) werden nach chinesischer Lesart durch eine Funktionsstörung der "Mitte" (Magen und Milz) und nachfolgend der Lunge (sowie des Dickdarms) hervorgerufen. Eine angeborene Schwäche (Empfindlichkeit) weist auf eine Nierenmitbeteiligung hin, der Juckreiz stellt die Beziehung zur Leber her.
Die Chinesen sagen: Die Milz produziert den Schleim. Eine Überforderung der Milz (Milz Qi Schwäche) durch falsche Ernährung(Schleim-bildung nach Milch, etc) oder Belastungen der Umwelt e.a. führt also zur Schleimbildung  und dem Versuch des Organismus diesen über den Darm loszuzuwerden. Gelingt das nicht (oder nicht vollständig) belastet in einer Art Kaskade der stockende Schleim zunächst die Lunge (Lungen Qi Schwäche -> Lungen Yin Mangel). Es kommt zu Husten und Ablagerung des Schleims auf der Haut.
Ekzeme sind nach chinesischen Vorstellungen also sichtbarer "verhärteter Schleim".

Die Behandung hat sich folglich auf  die Entlastung des Darms (Sanierung,Diät), die Stärkung (des Milz und Blut Qi ) von und  das Verhindern von weiteren Schleimablagerungen (z.B. in Form von Lymphknotenschwellungen) zu konzentrieren.

Alle schleimbildenden Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Erdnüsse, Butter, Kuhmilchprodukte, Schokolade, Orangen, Zucker und auch Bananen sollten vermieden werden.
Eine extrem schlackenreiche Ernährung (Vollkorn, Müsli) belastet den kindlichen Darm und überfordert ihn nicht selten. Die Verdauungsarbeit führt zu (Wangen) Hitze, Juckreiz, Unruhe und mangelhafter Ausscheidung.  
Eine Darmsanierung ist vielfach sinnvoll

Akupunktur tonisiert das Qi, sorgt für einen freien Energiefluß und entlastet die Milz (und damit auch "die Lunge")
Medikamente wie Antibiotika und Cortisone belasten als Dauertherapie den freien Fluß und begünstigen das "Tieferrutschen" der Erkrankung. Wenn aus einem unterdrückten Hautausschlag ein Asthma Syndrom entsteht spricht man von Syndrom Shift. Das gehäufte Auftreten von Asthma sowie das Auftreten wiederholter Entzündungen im  HNO Bereich mit Lymphknotenschwellungen zeigen, dass es im  Körper "rumort " er sich zu wehren versucht  und Unterdrückungsmaßnahmen auf Dauer nicht einfach hinnimmt. Bis Besserung eintritt dauert es seine Zeit.
Manchmal ist man daher bei allzu heftiger Symptomatik gezwungen schnelle Hilfe zu leisten. Deshalb widersprechen sich schulmedizinische Maßnahmen und Komplementärmedizin nicht. Sie ergänzen sich! Jedoch muß das oberste Ziel bleiben, den Organismus gesunden zu lassen, mithin eine Dauermedikation überflüssig wird. Das gelingt besser und genaugenommen nur indem möglichst wenig unterdrückt wird.
Regelhaft lässt sich mit einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung eine dauerhafte Verbesserung erreichen.

Homöopathische Unterstützung lässt sich bei kleineren und weniger störenden Hautreizungen selbst durchführen.
Unter dem Symtom Hautausschläge finden sie eine erste sichere Hilfe bei remidias - family   www.remidias.de   

Bei nicht nachlassenden Beschwerden geht ein ein tieferes Problem "unter die Haut" . Daher sollte natürlich spätestens dann immer ein Kinderarzt /in, Allergologe neben einem ausgebildeteten Homöopathen / in  hinzugezogen werden.
Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine homöopathische Behandlung .







 





 


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