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Was ist Akkupunktur

Akupunktur ist wohl der bekannteste Teilbereich der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Bezeichung „Akupunktur“ ist lateinischen Ursprungs und wurde in Europa von Jesuitenmissionaren eingeführt. In China selbst ist der Begriff unbekannt, stattdessen spricht man von „Zhen Jiu“.

Der Begriff heißt wörtlich übersetzt „mit Nadeln wärmen“.

Aus Erfahrung wusste man in China seit mehr als 5000 Jahren, dass über genau definierte Punkte auf der Körperoberfläche (Akupunkturpunkte) gezielt Einfluß auf bestimmte Funktionszustände des Organismus genommen werden kann. Diese Punkte liegen auf sogenannten Meridianen. Diese Meridiane werden Funktionskreisen zugeordnet. So gibt es z. B. den Lungenmeridian, den Magenmeridian, den Blasenmeridian u.s. w. Diese Organbezeichungen bedeuten nach chinesischem Verständnis allerdings viel mehr als nur einfach anatomische Organe.

Insgesamt gibt es mehr als 370 Akupunkturpunkte auf 12 verschiedenen Meridianen. So ist z.B. der Lungenmeridian empfindlich für Trockenheit, ist gekoppelt mit der Funktion des Dickdarms und steht erfahrungsgemäß in enger Verbindung mit der Hautfunktion.

Durch eine Nadelung (oder bei Kindern durch Aufsetzen von Laserlicht bestimmter Wellenlängen) wird ein Körperempfinden ausgelöst,die als Gefühl der Schwere, als Wärmegefühl oder Kribbeln entlang des Meridians verspürt werden.
„Zeng jiu“ oder Akupunktur kann als eine lokale Reiztherapie angesehen werden, die in der Lage ist den Organismus zusammen mit anderen Elementen der TCM (Kräutertherapie, Qi Gong...) zu harmonisieren.

So verusacht z.B. das Nadeln von Akupunkturpunkt 4 auf dem Dickdarmmeridian (Di 4) eine Gefäßerweiterung und senkt den Blutdruck, die Nadelung von Magen 36 stärkt die Darmbewegung. Milz Pankreas 4 hilft bei vielen Durchfällen, und Blase 40 ist ein (!) Hauptunkt bei Behandlungen von Allergien. Die Punkte auf dem Lungenmeridian sind wirkungsvoll bei Atemwegsinfekten bis hin zur Asthmabehandlung und der Herzmeridian spielt u.a. bei der Behandlung von Schlafstörungen eine wichtige Rolle ...

Mit der Akupunkturbehandlung lassen sich eine große Zahl weiterer so genannter funktioneller Störungen behandeln, die alle zum Ziel haben, den Organismus energetisch zu stabilisieren und Dysharmonien zu beseitigen.

Bei der Wahl der Akupunkturpunkte stützt sich der Therapeut auf die zuvor erhobene chinesische Diagnostik, die sich für europäische Wissenschaftler schwer nachvollziehen läßt. Im Wesentlichen besteht die Diagnostik in der Bewertung der sog. 8 Leitkriterien

  • - Yin und Yang,
  • - Kälte oder Hitze,
  • - Leere oder Fülle (Mangel oder Übermaß),
  • - innerlich oder äußerlich.

Die Leitkritieren haben also polaren Charakter. So ist z.B. ein Übermaß (Yang Aspekt) durch eine kraftvolle Bewegung gekennzeichnet, kommt Hitze dazu „bereichert“ es den Aspekt Bewegung um den Faktor „Schnell“. Ebenso ebenso wird bei Yang Hitze der Puls nicht nur voll und kräftig sondern zusätzlich noch schnell.

Das Eindringen von Wind Kälte, das besonders den Regelkreis Lunge betrifft, führt zur chinesischen Diagnose:Wind Kälte schädigt die Lunge.