Fieber

"Gib mir Fieber und ich heile jede Erkrankung"  (Hippokrates)

Vorbemerkungen

Fieber ist solange ein „gutes Fieber“, solange das Kind nicht beeinträchtigt ist, es ihm also prinzipiell  "gut(!) - geht(!)" und das auch zum Ausdruck bringt  durch z. B. durch weitgehend normalen Appetit und gewohnter Teilnahmsbereitschaft, also

  • aufstehen und sich bewegen will
  • wie gewöhnlich trinkt und ißt
  • wie gewöhnlich spielt und sich beschäftigt
  • nicht abwesend, schläfrig oder desorientiert wirkt

Fieber bedeutet erhöhte Wachsamkeit des Organismus und Aktivierung des Immunsystems.  Mit Fieber „antwortet“ der Organismus auf einen Stressor wie  Kälte, Nässe, Bakterien, Gifte, psychische Erregung etc. Keinesfalls bedeutet es immer und sofort Krankheit. Im Gegenteil im Prinzip ist Fieber eine wunderbar sinnvolle Abwehrmassnahme des Körpers und sollte nicht grundsätzlich gesenkt  werden. Erst wenn eine gröbere „Befindlichkeitsstörung“ auftritt macht das Fieber dem Organismus zu schaffen. Dann geht es (sich) eben nicht mehr gut (sondern ans "eingemachte"). Insbesondere das Nachlassen des Appetits ist bei Kindern ein sehr verlässlicher Anzeiger hinsichtlich der Beurteilung: "geht noch oder geht nicht mehr" (Appetitlosigkeit bei Krankheit), überdies wird spielen uninteressant und der kindliche Elan lässt deutlich (Schwächegefühl bei Krankheit). Kurzum, jetzt leidet ihr Kind  (an ...).
Eine kinderärztliche Untersuchung ist angezeigt!

Was ist für mein Kind wirklich  Schlimm? Macht  ihr/ ihm das Fieber wirklich am meisten zu schaffen oder ist es nicht vielmehr die verstopfte Nase (weil er / sie nicht schlafen kann) oder der Husten (weil er so schmerzhaft ist).
Wenn Sie ihrem Kind homöpathisch weiterhelfen möchten fragen Sie sich also bitte zuerst: Worunter leidet mein Kind am meisten?
Leidet Ihr Kind gar nicht, sondern lacht, spielt und ist munter trotz Fieber, laufender Nase oder Durchfall, dann benötigt es zur Zeit weder schulmedizinische noch homöopathische Arzneien. Im Gegenteil; es macht die Sache nur schlimmer.
 

Nach den Vorbemerkungen ist in der Regel also nicht das Fieber selbst sondern eher die verbundene (Kreislauf) Schwäche ein Grund homöopathische Arzneien zu verabreichen 

 

Homöopathische Behandlung

 

 Repertorisieren Sie zunächst mit REMIDIAS - Free oder REMIDIAS- FAMILY und vergleichen anschliessend die vorgeschlagenen Arzneien in absteigender Reihenfolge ( von ++ - > 0 ) mit den unten näher erläuterten Arzneien.
Das erleichtert Ihnen bequem die sichere Vorauswahl.
Jedes Symptom von REMIDIAS
wurde einzeln neu erstellt und sorgfältig mit einer Vielzahl bestehender homöopathischer Repertorien auf Zuverlässigkeit und Quellenlage gegengeprüft.  
Achten Sie besonders auf verschlechternde Modalitäten oder verbessernde Modalitäten sowie auf akute Begleitzeichen, also alles was ihr Kind tut oder möchte und wie es sich unmittelbar in dieser Situation verhält, und welche Beobachtungen Sie "rund um das Fieber" noch treffen können. 
Gehen Sie die Liste der vorgeschlagenen REMIDIAS Symptome einfach sorgfältig durch.
Sind Sie sich nicht sicher, repertorisieren Sie mit REMIDIAS mehrere Kategorien ( z.B. Halsentzündung) und vergleichen die gemeinsamen Mittelvorschläge. Mit REMIDIAS ist das ja kein Problem und schnell erledigt.
Vergeichen Sie  anschliessend die REMIDIAS Ergebnisse mit untenstehender Mittelbeschreibung (Materia Medica Vergleich).
Im Zweifelsfall entscheiden  Sie sich für den besten Materia medica Abgleich.

Wer es noch genauer wissen möchte kann die Ergebnisse auch mit dem Fieberkapitel  Kapitel 6 im vertiefenden Repertorium  und  der ausführlichen Materia Medica von REMIDIAS Pro abgleichen.

 Hier gehts zu

 

Bessern sich die Beschwerden nicht innerhalb von 12-24 Stunden schildern Sie Ihrem Homöopathen / Kinderarzt(in) Ihre Beobachtungen.

 


A. PLÖTZLICHES HOHES SCHWÄCHENDES FIEBER (+ /- 40°):

  Aconitum Belladonna Ferrum phos Stramonium Apis mellifica
a „Vollblütige“ ,heiße     kräftige Kinder Heißer roter Kopf kalte Extremitäten   Blasse Kinder mit Farbwechsel im Gesicht, evtl. rotes Ohr Rotes heißes Gesicht bei kühlem Körper   Blaßrotes geschwollenes oder gedunsenes Gesicht
b Mitternachtsbezug Nachmittag- abends Abends - nachts Nachts nachmittags
d

Angst + Unruhe (Arsen)

 

Benommen - erschöpft   abwehrend Launisch - ängstlich nervös - vergeßlich Rasend - Delirant aggressiv   Benommen unterbrochen von schrillenm Schreien
c Heiß- trockene Haut ohne Schweiß Warm- feuchte Haut mit dampfendem Schweiß unter der Bettdecke Klebrig - kühler Schweiß  Schweißausbruch Wenig Schweiß wechselt mit trockener Hitze
c Durst auf Kaltes (Phosphor) brennendes Halsweh Durst aber trinkt wegen Halsweh nicht, trockener Mund Durst auf Kaltes Heftiger Durst Durstlos
b Wechsel  von Fieber und  Frost Glühende  Hitze m. gelegentl. Frösteln Blutwallung z. Kopf
Fieberflecken „flush“
  Fieber mit Frösteln oder Ausschlag
d Unruhe abends  o / u ruheloser Schlaf   Nachtschreck         Sieht Gespenster Zähneknirschen Wechselhaft eher unbeeinträchtigt gelegentlich launisch ängstlich Nächtl. panisches Erwachen  mit Anklammern       Wildes Erschrecken Bohrt Kopf in Kissen Zähneknirschen
b Harter Puls Pochende   Schlagader Weicher Puls Harter Puls Jagender Puls
b Stechender Scheitel Kopfschmerz Stirnkopfschmerz   Klopfen  im Kopf Wundheitsgefühl an Schleimhäuten       blutiger Durchfall Zuckungen Stechender Schläfenkopfschmerz
b Farbwechsel im Gesicht einseitige Wangenröte Kopfweh  im   Liegen schlechter      
b Schwindel  beim Aufstehen  

Halsschmerzen

Pochender Ohrschmerz

Wellenförmiger Ohrschmerz       blutiger Stuhl Schwindel im Dunkeln Tapsig,
ungeschickt im Fieber
Halsschmerzen
b   „weiche  Knie“ Muß  Schlucken   Saures Aufstoßen „wilde“  Aktionen  
d Harnverhaltung Bauchschmerzen Nasenbluten Glitzer  fasziniert Spärlicher Urin
c Verlangt  Entblößen Abneigung  gegen Entblößen Verlangen  zu Entblößen Entblößen verursacht Schmerz Verlangt  Entblößen
c Trockene Kälte Licht stört Heftige Bewegung Dunkelheit Zimmerwärme
c Schreck Erschütterungen Menschenmassen Entblößung Wärme aller Art
c Aufregung Berührungen Berührungen   Berührungen
c Frischluft Eher warme Umschläge Kalte Umschläge  Lichtverlangen Kälte aller Art
c Kontakt Bettdecke  bis zum Kopf     Frischluft
c   Liegt überstreckt im Bett Langs. Bewegung Wärme Kaltes Waschen
c Ruhe Ruhe Ruhe    
  Vgl. Sulf, Coff, Cham
Vgl. auch Calc Vgl. auch Chin  vgl. Hyos, Bell, Lyss
Vgl. auch Puls
Legende

Bewegung: Verlangen/Verbesserung (Modalität)

im Liegen: Abneigung/Verschlechterung (Modalität)
kalt, kalt, kalt: hohe Bedeutung

kalt, kalt, kalt: sehr hohe Bedeutung

Weitere hochakute akute Fiebermittel
 

Pulsatilla (Küchenschelle)

Leitidee: wechselhaftes sich aufschaukelndes „tränenreiches“ Fieber begl. v. Ohrenschmerz 

Pulsatilla ähnelt in den Modalitäten auffallend dem Bienengift  Apis: Die Kinder sind wärmeempfindlich, im Fieber bessern kalte Waschungen und frische Luft. Stickige überwärmte Zimmer oder auch nur ein Zudecken im Bett sind ihnen ein Greuel. Beide Arzneien bekommen Kopfschmerzen im überwärmten Räumen und neigen zu Augenreizungen bei kleinen Kindern.
Im Gegensatz zum berührungsempfindlichen Apis verlangen die zaghaften („ weichen, weinerlichen“) Pulsatilla Kinder ständig nach Kontakt und Zuwendung. Ein weiteres wesentliches Merkmal von Pulsatilla sind auch die schnell wechselnden Symptome. Gute Laune wechselt mit häufiger starker Weinerlichkeit (insbesondere wenn sie sich vernachlässigt glauben), Aktivität mit Passivität, Appetitlosigkeit mit Heißhunger. Anders als bei Arsen ist der meist gelblich-grünlich dicke Begleitschnupfen nie wundmachend. Er kann wegen der Konsistenz die Ohren verstopfen (Ohrenschmerzen nachts Cham, Kali.s, Ferr.p, Kali.m). Erstaunlicherweise haben die Kinder keinen Durst  im Fieber (Apis, Gels,Dulc, Sep). Sie mögen keine fetthaltigen Speisen (Carb.v), lieben aber Sahne, mögen lieber Kalte Speisen bekommen aber Kopfschmerzen und  Magenverstimmungen von Gefrorenem wie z.B.  Eiscreme.Aber sie loieben Eiscreme.Pulsatilla Kinder sind widersprüchlich, empfindlich wie eine Blume im Wind und wechselhaft .... Das einzige was wirklich konstant hilft ist beständiger Trost.

 

Arsenicum album (weisses Arsenik)

Leitidee: unregelmäßig trocken hohes Fieber begl. von Angst und Magen Darm Beschwerden (vgl. Phos, Bry, Nux.v)

Arsen Kinder sind nervös und ruhelos,besonders nachts und wenn sie sich allein glauben (Puls). Aber das Fieber  ist nicht milde, "weich" wie bei Pulsatilla sondern geprägt von brennender Hitze auf Haut und in den Schleimhäuten. Das Fieber beginnt  typischerweise nach Mitternacht zwischen 1 und 2 Uhr. Es ist ein unregelmäßig  trocken hohes Fieber begleitet von erheblicher Angst (Acon, Bry, Sep, Calc, Phos, Mag.c, Zink,...) und  Magen Darm Beschwerden (Phos, Bry, Nux.v) Die Patienten haben - im Gegensatz zu Pulsatilla - grossen Durst, aber trotz trockener Lippen wird immer nur in kleinen Schlucken genippt. Dafür haben sie im Fieber keinen Appetit (Cham, Ip, Bry). Wenn überhaupt haben sie Verlangen nach warmen Getränken (Bry, Lyc, Nux.v,Sil), meistens geht aber gar nichts. Und das hat seinen Grund. Der Darm reagiert bei Arsenpatienten sehr empfindlich auf Kältereize. Innerhalb von Sekunden führen verabreichte (zu) kalte Getränken zum Erbrechen. Überhaupt hilft „Wärme“ in jeder  Form (Einhüllen, Kontakt) den kleinen ängstlichen schnell frierenden und kraftlosen Patienten. Meist handelt es sich um blasse, eher schmächtige Kinder, die im Alltag zu großer Sorgfalt und Pingeligkeit bisweilen zu Geiz und Habsucht neigen und in der Regel bereits als Kinder sehr ernst und "würdevoll" wirken. Dennoch: Ähnlich wie Pulsatilla (und andere) neigen sie zu starker Anhänglichkeit, aber nicht aus „einfacher“ Liebesbedürftigkeit, sondern eher aus Angst und Kontrollzwang. Das wirkt bisweilen "klebrig" und "kontrollierend" zugleich. Einfacher Trost ist da nicht ausreichend. Im Gegenteil. Oft lassen sie sich nicht trosten oder sind untröstlich (Ign, Nat.m, Chin, Lyc, Nux.v, ..) Die Absonderungen aus der Nase sind - im Gegensatz zu Pulsatilla oder Apis - dünn, brennend und wundmachend.

 

Chamomilla (echte Kamille) 

Leitidee: schweißtreibende wütende Reizbarkeit bei Zahnung und Ohrschmerz

Chamomilla Säuglinge verkühlen sich schnell  insbesondere während der Zahnung. Als Begleitzeichen findet sich nicht selten eine  rote Wangenseite während die andere  blaß ist (Acon). Die Kinder sind schmerzüberempfindl (Coff, Mag.p, Acon), das Fieber ist begleitet von eruptiven Wutausbrüchen (Cina, Nux.v, Stram, Hyos, Bell) - nicht nur schlechte Laune! - bereits aus nichtigem Anlassen wie z.B. Berührung oder Befragung. Man hat den Eindruck, dass die Kinder ihre Schmerzwut  sofort und aggressiv an die Umgebung durch beissen, schlagen und treten „loswerden“ wollen und sie nur durch Herumtragen und festen Druck in „Fassung gehalten“  werden können. Neben der Zahnung sind häufig Infektionen der Ohren (Calc, Calc.p, Rheum, Sulf, Tub) Ursache für den plötzlichen Schmerz. Manchmal entwickelt sich gleichzeitig ein grünlich stinkender Durchfall. Schweiß ist im Fieber praktisch immer vorhanden. Chamomilla Kinder bevorzugen kaltes Wasser ( "kühlen") (Acon, Chin, Merc, Ars, Bry, Phos, Eup.per, Veratr). Sie schaudern leicht beim Entblössen (Arn, Nux.v, Calc, Hep.s, Tarent, Apis, Lach, Rhus, Puls, ..)

 

Phosphor (gelber Phosphor)

Leitidee: Anstrengung und Hitzewellen, rascher Erschöpfung, Fieber und Blutungen

Phosphor kann auf den ersten Blick wegen des Durstes, der Ängstlichkeit,den brennenden Schmerzen und dem empfindlichen Magen wie Ars.a aussehen. Allerdings ist die Angst nicht so ausgeprägt, obwohl die Kinder sich schnell mit ihrer großen Phantasie in eine solche hineinmnövrieren können (Gewitterangst). Im Alltag sind sie weniger ernsthaft - penibel als Ars, sondern im Gegenteil offen, fröhlich, mitfühlend und schnell zu begeistern(!). Sie erschöpfen nach Anstrengung jedoch rasch und wirken dann lustlos und unkonzentriert. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Freunden und Kontakten aller Art ,sei es Gesllschaft oder Berührung. Phosphor hat  wie Aconitum, Arsenicum .album und Bryonia großen Durst, besitzt die Kälteempfindlichkeit wie Arsen (und andere). Äußerlich verweisen bei  fiebernden Phosphorkindern die roten Lippen, rote Wangen und  typischerweise auch Hitzewellen auf den Typ. Die Kinder haben im Fieber großen „brennenden“ Durst und trinken in tiefen Zügen. Begleitend finden sich gelegentlich Beinschmerzen, Nasenbluten (Ferr.p, Lach) und die Neigung zu blauen Flecken. Das Erbrechen nach kalten Getränken erfolgt im Gegensatz zu Ars.a, bei dem die heftige (Todes)- Angst  klar im Vordergrund steht, eher mit Zeitverzögerung. Warme Speisen mögen sie nicht, sie verlangen nach kalten Nahrungsmitteln, Eiscreme aber auch nach Gewürzen und Salz. In der Regel sind Phosphor Kinder wegen des aktiven Stoffwechsels gute Esser (tags und nachts), manche Patienten haben einen vermehrten Appetit vor Fieberschüben (Psor) während fieberhafter Infekte sinkt der Appetit jedoch rapide, die Schwäche nimmt rasch zu ,es ist als ob die Energie der Phosphor Patienten einfach aus dem Körper diffundieren würde (Schweiß, Erbrechen, Durchfall). Die Patienten werden im Fieber apathisch und gleichgültig (Bapt, Op, Apis, Arn, Sep, Puls, Ferr.p, Calc.p).

 

Hyoscyamus (Bilsenkraut)

Leitidee: Delirantes redseliges Nachtfieber mit begl. Murmeln, Kopfrollen, Fieber und Streitsucht 

Fiebernde Hyoscyamus Kinder sind blass und  frösteln stark im Bett. bevor die Hitze kommt. Das Fieber ist hoch, brennend  und bleibt über längere Zeit bestehen, es ist nachts am höchsten. Die Kinder wollen trotz ihres Durstes nicht trinken (Solanaceae, Nux.v, Canth). Das Fieber wird begleitet von nervösen Symtpomen wie Zittern, Zuckungen (Zink, Agar, Ars,Stram, Lyc, Ign, Cupr) oder eigenartigen Gebärden wie Grimassieren, Bettzupfen, grundlosem Lachen, nicht selten auch von alberner - manchmal unverständlicher - geschwätziger gestenreicher Sprache (Stram, Bell, Lach, Nux.m). Hyoscyamus  ist ein verrückte manische Arznei. Die Patienten können fluchen, unflätg daherreden oder sexistisch reimen. Eltern beschreiben die Kinder gelegentlich als „wie verhext“, nicht  zuletzt weil sie auf Geschwisterkinder sehr(!) eifersüchtig sein können, sowie dem Verlangen (exhibitionistisch) nackt zu sein. Schon bei kleinen Kindern sieht man eindeutige sexuell gefärbte Handlungen. Im Alltag erscheinen sie manchmal albern, misstrauisch und streitsüchtig mit dem Verlangen zu schlagen. Hyoscyamus gehört wie Belladonna und Stramonium zu den Nachtschattengewächsen. Bei Patienten, die ein Medikament aus dieser Pflanzengruppe benötigen manifestieren sich die  Symptome häufig nachts im Dunkeln (Stram), beim Einschlafen (Bell) oder  infolge "heißlaufender" Ursachen wie Sonnenbrand oder eben Eifersucht (Apis,Bell, Stram, Lach, Hep.s). Im Gegensatz zu Belladonna mögen Hyoscyamuskinder den Kopf verhüllen. Sie sitzen bei Fieber lieber im Bett, weil liegen verschlechtert.

 

Lachesis (Buschmeisterschlangengift)

Leitidee: schläft sich über nacht aus einer Überdrehtheit in die Hitze hinein

Gefühlsbetonte, redselige, aktive sich gelegentlich überfordernde Kinder, die sich abends noch gut fühlen und nachts oder gegen morgen mit Fieber und einen (Scheitel)kopfschmerz aufwachen. Dann empfindet das Kind alles in seiner Umgebung als beengend, es mag keine Berührung und ist besonders empfindlich gegen beengende Halskleidung wie Wickel, Kragen oder Schals. Ein solches  Kind, das über nacht äusserlich und innerlich langsam in Überhitzung geraten ist, mag natürlich weder Sonne noch Wärme. Begleitende Schluckschmerzen (Bell, Bry, Apis ...), ein tiefrot fast bläulicher entzündeter heißer Hals und etliche  Zungenbeschwerden führt zur Ablehnung von warmen & heissen Getränken. Die innerliche Hitze sucht nach einem Ventil, daher geht es der Patientin besser, wenn sie schwitzt (oder schwätzt). Die innerliche angestaute Hitze (Hitzewellen) äussert sich gelegentlich in Zittern und einem misstrauisch, eifersüchtig und „linkisch“ Beäugen, wie  man über ihn spricht  ähnlich wie  bei HyoscyamusAlbere Geschwätzigkeit, streitsüchtige Eifersucht und kontinuierlich hohes Fieber sind weitere gemeinsame Symptome. Aber  das Bilsenkraut ist deutlich deliranter, manischer, gestenreicher und und streitsüchtiger. Die Beschwerden sind stark  linksseitig   als Ausdruck der  gefühlsbetonten Hirnhälfte orientiert.

 

Arnica montana (Bergwohlverleih)

Leitidee: Fieber nach Prellungen, Quetschungen Verletzungen (traumatisches Fieber)
Arnica Kinder sind hart im nehmen, sie richten sich immer wieder auf  und machen weiter. Sie sind häufiger in Unfälle verwickelt. Im
Anschluss an Verletzungen, Quetschungen oder Überanstrengungen kommt es gelegentlich zum sog. traumatischen Fieber (Ars, Calendula, Merc, Coff, Lach Chin, Lyss, Rhus.t, Acon, Apis). Das intensive Fieber mit typischerweise heissem Kopf oder Rumpf bei kalten Beinen (Bell, Stram, Op) kann sich hinziehen und geht regelhaft mit einer Benommenheit einher (man stelle sich  das Ende eines Boxkampfes vor). Die Arnicapatienen mögen keine Berührung, bereits das Näherkommen macht Angst, weil sie das Gefühl haben (wieder) Prügel beziehen zu können. Sie behaupten aber trotz aller sichtbarer  Schwäche vollkommen gesund zu sein. In einem Arnica Zustand beantworten Patienten - als ob sie sich immer wieder kurz  zusammenreissen könnten - an sie gestellte Fragen richtig um dann rasch wieder in einen Benommenheitszustand zu sacken. Entblössen verusacht Schauder (Rhus.t, Gels, Caust, Cham, Calc, Nux.v, Tarent, Sulf, Apis, Puls, Borx) Sie haben Abneigung gegen körperliche Anstrengungen wie Heben oder  Tragen, liegen bessert auch wenn das Bett wegen der Schmerzen so hart erscheint, dass sie kaum Ruhe finden. In der Regel besteht eine Abneigung gegen Essen (Ars,Sep,Colch, Chin, Nux.v
 

B . LANGSAM  STEIGENDES (oder wechselhaftes) FIEBER

Die aufgeführten Mittel sind in der Regel Homöopathika die auch Verwendung u.a. bei grippalen Infekten (siehe Angina) finden, weil sich diese Zustände weniger plötzlich sondern eher langsam, d.h. über Tage hinweg entwickeln.
Wechselhafte  Fieberzustände treten am häufigsten bei Wetterwechsel, im Herbst und während der kalten Jahreszeit als Begleitzeichen von Erkältungen, Schnupfen etc auf. Diese Wechselfieber haben meist eine Besserung am Tag und sind durch eine  Temperaturerhöhung während der Nachtzeit gekennzeichnet. Auch hier gilt die Regel : Fieber ist ein sinnvolles Begleitungsymptom bei grippalen Infekten,unterstützen die Heilung und eher der Ausdruck einer gut funktionierenden Immunabwehr.

 

Bryonia (Zaunrübe)  

Leitidee: trockenes Reizfieber bei jeglicher Bewegung

Der Bryonia Typ ist arbeitsam, kommt seinen Verpflichtungen nach, er benötigt zum Wohlbefinden (materielle) Sicherheit. Ansonsten will er in Ruhe gelassen werden. Bryonia Kinder werden „brummig“-ärgerlich, wenn man sie stört. Das „dröge“ fiebernde etwas benommene Kind will also still liegenbleiben (Chin, Nux.v, Kola, Bell, Ph-ac, Mur.ac) und - um alles zusammenzuhalten - sogar auf dem schmerzenden Teil (!) liegen. Jeder Hustenstoss verstärkt den begleitenden stechenden Kopfschmerz. Selbst die Atembewegungen schmerzen . Der Bryonia  Muskelschmerz ist stechend (Rhus.t) und geht einher mit dem Gefühl einer grippalen muskulären Zerschlagenheit. Körperlich ist alles  trocken: Lippen, Haut, Schleimhäute, der Patient hat grossen Durst. Das Kind trinkt in tiefen Zügen (die Patienten werden auch als „Fasstrinker“ bezeichnet). Der trockene Stuhl führt zu Verstopfung, der heftige trockene Husten  zu stechendem Schmerz im Brustkorb und grippalem Zerschlagenheitsgefühl. Der Patient hat das Gefühl, seine Teile seien verstreut (~ in Bewegung), so dass er sich beim Husten (natürlich auch wegen des Schmerzes) die Brust hält. Er vermeidet es tief zu atmen Bryonia mag natürlich keine Wärme, weil Wärme u.a. auch Bewegung bedeutet. Nachts wenn das Fieber schlimmer wird, stösst er sogar die Bettdecken weg, weil er selbst diese Berührung (Cham) nicht erträgt. Still im Bett  mit angezogenene Knien zu liegen (auf der schmerzhaften Seite) oder in einer Hängematte in kühler frischer Umgebung geht noch am besten. Bryonia Patienten mögen keine gärdenden Speisen (Brot, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte, Obst)  

 

Causticum (Hahnemanns Ätzstoff)

Leitidee: der mitfühlende weinerliche Patient, langsame Schwäche mit  Husten, Zittern und Heiserkeit, das durch Trinken von kaltem Wasser besser wird

Nach einem Trauma (Brand) erlahmt die Kraft, so dass aus dem früher so forschen Aktivisten langsam ein verdrießlich heikel- pessimistisches Kind wird, das sich über jede Lappalie aufregen oder (in alter Solidarität) ständig mit andern Kindern mitweint. Causticum Kinder entwickeln schleichende Atemwegsinfekte mit Stimmbandlähmungen (Heiserkeit) oder Gesichtslähmungen nach Fahren im kalten Wind (Acon). Manche Kinder sind so schwach, dass sie das Sekret in den Bronchien nicht abhusten können, daher auch Bezug zur obstruktive Bronchitis. Die Schwäche greift auch auf die Muskeln (Bry, Rhus.t) über: Der Causticum Patient neigt zu aufsteigenden Lähmungserscheinungen, insbesondere der oberen Extremität mit Schwäche der Hände. Dadurch wirken die geschwächten Kinder ungeschickt, lassen Dinge fallen oder stolpern (Apis, Cocc). Gelegentlich beobachtet man auch ein hängendes Augenlid (Gels). Die Kinder mögen keine kalten trockenen Zimmer  oder rauhe Zugluft und fühlen sich besser bei  Wärme, Bettwärme und warmer Luft. Causticum ist die einzige Lauge in der Materia Medica. Laugen verursachen ätzende, brennend-schwärende, schlecht heilende Wunden und hinterlassen Narben wie bei Brandverletzungen. Causticum hat ebenso einen Bezug zu schwärenden, eitrig blutigen Warzen vor allen Dingen an den Fingerspitzen. Das ganze Bild bietet keinen Anlaß zum Optimismus. Man möchte den pessimistischen Kindern permanent „unter die Arme greifen“ und ihnen neuen Mut zusprechen, damit sie so aktiv, mitfühlend und optimistisch werden wie früher. 

 

Eupatorium perfoliatum (Wasserhanf)

Leitidee: zerschlagende Knochengrippe

Eupatorium ist ein Grippemittel mit vorherrschender Wirkung auf die Knochen. Die Entwicklung der grippalen Zeichen ist eine Folge feucht-kalter Witterung. Die Patienten fühlen sich wie  zerschlagen, der ganze Körper schmerzt  (Arn, Ars, Gels, Ruta, Bapt, Bry). Bereits Aufstehen bereitet ihnen große Schmerzen. Anders als bei Rhus toxicodendron ist jedoch nicht der Muskelkater führend, sondern ein tiefer Knochenschmerz (Merc, Phos), der jede Bewegung zur Qual werden läßt. Überall gibt es ein Wundheitheitsgefühl (Augäpfel, Bronchien), Husten mit wunden Brustkorbschmerzen (Arn, Rhus.t, Bry). Heiserkeit kann begleitend hinzukommen (Caust, Phos). Es besteht großer Durst auf kalte Getränke (Acon, Caust, Phos, Ars).

 

Rhus toxicodendron (Giftsumach)

Leitidee: "nasse-schweißige" muskuläre Überarbeitung und rheumatische Grippe 

Rhus.t Kinder sind ruhelos, sie mögen gerne körperliche Anstrengung. Die grippalen Zeichen beginnen nach Einwirkung von kalter-feuchter Nässe oder als Folge eines  “Verherbens", also einer muskulären Überanstrengung (Arn) durch Kaltwerden (Sil, Nux.v, Calc, Ars.a, Caust, Bry, Hep.s,Thuj,Cham, Phos, Psor) in feuchter Umgebung wie z. B. Regen. Die feuchte Nässe entzündet bei Rhus Patienten praktisch alle Organe, vor allem aber die Muskeln und die Gelenke. Es kommt zu  Rückenschmerzen mit morgendlichem Steifheitsgefühl. Die  Durchnässung führt zu einem trockenen Schnupfen mit heftigem Niesreiz, später zur Absonderung von gelb grünem Sekret. Die Nase brennt, der Atem ist heiß. Auffällig ist die erhebliche Bewegungsunruhe der Beine. Die Kinder wälzen sich im Bett herum bis sie es nicht mehr aushalten und sie die Schmerzen aus dem Bett treiben, aber nicht aus Angst wie bei Acon oder Ars.a, sondern weil sich - ganz im Gegensatz zu  Bryonia - die Muskelschmerzen erst bei dauernder Bewegung (warm werden) und durch eine warme Dusche bessern (rheumatischer Anlaufschmerz). Der Nordamerikanische Giftsumach erzeugt auf der Haut kleinere Bläschen (Herpes labialis). Rhus ist außerdem ein Mittel gegen den gußartigen Sommerdurchfall (Bry, Dulc, Rheum, Podo).  Sie bekommen leicht Nesselfieber in kalter Luft. Bei älteren Patienten ist der Giftsumach die  führende Arznei bei rheumatischen Beschwerden des Rückens, der Gelenke  oder rheumatischen Kopfschmerzen.  

 

Gelsemium (wilder Jasmin)

Leitidee: lähmige Kopfgrippe oder Muskelgrippe, wiederholte Nackenschläge, zunehmende Schwäche bei immer wiederkehrendem Fieber, Zweitfieber bei Virusinfekten 

Langsam schleichender Beginn des Fiebers oder wiederkehrende Fieberwellen. Das Fieber ist deutlich niedriger als bei den wiederkehrenden Fieberschüben von Aconitum, Belladonna oder Chamomilla. Trotz der relativ niedrigen Temperatur geht es dem Patienten aber schlecht. Der begleitende Infekt zieht sich in die Länge, alles stagniert oder das Fieber kommt immer wieder zurück (zweiter Fieberanstieg). Drückende Schmerzen  im Hinterkopf machen benommen und schwerfällig (Adynamie). Die grippale  Schwere in allen Gliedern lähmt (~ Curareverwandschaft), selbst das Durstzentrum scheint gelähmt zu sein, denn Gels ist durstlos trotz Fieber (Apis, Puls, Sep, Dulc,....). Das Blut bleibt fast in den Adern stehen und staut sich im venösen System, daher das dunkelrotes Gesicht (Bell, Lach, Samb, Op). Schwere der Augenlider (Caust) und zunehmende körperliche und geistiger Schwäche (Mutlosigkeit) ist typisch. Ebensolche Benommenheit findet auf der psychischen Ebene. Begleitende Virusaushautsschläge sind nicht selten.
Gelsemium ist geeignet für Kinder, die aus Schwäche heraus und in Erwartung von Nackenschlägen (Nackenkopfschmerz) „wie gelähmt“ (gehemmt) wirken (Prüfungsangst). Tatsächlich geht bei Ihnen vor Schwäche „viel  in die Hose“ (Durchfallneigung vor Prüfungen). Sie zittern vor Erwartungsspannung . Baden oder waschen sowie körperliche Anstrengung verschlechtert. Im Bett liegen und Ruhe bessern. Gelsmium ist für Menschen geeignet, die nach längeren grippalen Infekten nur langsam wieder zu alter Form zurückfinden und sich noch lange schwach fühlen. Trotz aller Nackenschläge „rappeln“ sie sich aber immer wieder hoch. Ein seltsames  Symptom ist die Furcht ständig in Bewegung bleiben zu müssen, weil sonst das Herz stehenbleiben müsste und er deshalb immer wieder aufspringt. Tatsächlich verschlechtern Abwärtsbewegungen.

 

Baptista (wilder Indigo)

Leitidee: Influenza Benommenheit, Atemnot, Zerfall,

Der Baptista Zustand kann beschrieben werden als die hoch-fieberhafte Weiterentwicklung des Gelsemium Zustandes weil das Fieber nach unstetem Beginn auf  dauerhaft hoher Temperatur stagniert und sich zunehmend in Richtung Blutvergiftung  und Erschöpfung entwickelt ( = Typhusfieber). Die Patienten sind schläfrig, benommen und verwirrt. Plötzliche Schwäche, zittern und Ohnmachten beim Versuch sich zu erheben. Den Verfall beschreiben einige Patienten mit der Idee, einzelne Körperteile von ihnen seien wie im Bett zerstreut. Sie wälzen sich also - anders als z.B. Bryonia im Bett herum um sie wieder zusammenzufügen. Die Betroffenen ringen nach Luft (Atemnot), weil die Lunge so schwach ist (Caust). Überhaupt fallen alle Aktivitäten bleiern schwer. Im Endstadium kann der Patient nur noch Flüssigkeiten zu sich nehmen, für das Schlucken von festen Speisen fehlt ihm die Kraft. Die Zunge ist rissig, die Lippen sind rissig, die Schleimhäute sondern stinkende Sekrete ab. Der Atem stinkt faulig (Merc, Nux.v, Lach, Arn, Cham). Feuchte Hitze verschlechtert zusätzlich. Die Patienen benötigen ärztliche Begleitung !

 

Mercurius solubilis (Quecksilber)

Leitidee: nächtliches Fieber begleitet von Haut oder (Mund) Schleimhautreiterungen
Bei  nächtlichen Fieberschüben und heftigen Mundsymptomen wie massivem fauligen Speichelfluss (Sulf, Nux.v, Arn, Lach, Cham), blutendem Zahnfleisch oder Zeichen einer Mundfäule ist nicht selten Mercurius angezeigt. Neben der deutlichen Verschlechterung nachts reagieren die die Kinder empfindlich auf Wetterwechsel zum Herbst (Dulc, Verr.a). Sie vertragen Zugluft  und feucht kaltes Wetter schlecht, wie sie überhaupt auf kleine äussere Veränderungen empfindlich reagieren: Etwas mehr Kälte und sie frieren, etwas mehr Wärme und ihnen ist heiss. Während des Fiebers verlangen sie nach kalten Getränken ( Acon, Bry, Ars.a, Chin, Cham, Ign) ,denn auch die Bettwärme verschlechtert. Mercurius Kinder sind "quecksilberig", ruhelos besonders abends (und nachts), albern und stecken voller Streiche, die sie  - gleichgültig was andere sagen - auch ausleben (was im Jugendalter zu Problemen führt). Sie können sehr raffiniert, clever und früh durchsetzungsfähig sein, auch wenn sie körperlich gelegentlich matt und erschöpft wirken. Später sind die Patienten äusserlich eher gefasst, aber hinter der Fassade steckt eine deutliche innere Spannung. Unreine Haut, Neigung zu Eiterungen, Abszesse und Knochenschmerzen kommen häufig vor.  Sie lieben gehaltvolle Speisen wie Butterbrote (Mag.c, Ferr,..), mögen aber keinen Käse (Hep.s, Sulf, Nit.ac): Wenn Ihre Repertorisation Mercurius wahrscheinich macht, dann sollten sie sich wegen der Dosierung an ihren homöopathischen Arzt werden.

 

Sulf (sublimierter Schwefel) 

Leitidee: periodisches Fieber (Ars, Ip, Nux.v, Puls, Bry, Lach, Aran, Lyc, Phos, Ign, Bell, Calc, Apis, Nat.m, Alum, Ferr,Thuj, Verr.a, Nat.s, Psor, Tub

Sulf  gilt als das "chronische Aconitum", und folgt  z. B. dem Sturmhut gut bei akuten Erkrankungen. Das Sulfur Fieber ist gekennzeichnet durch immer wieder auftretende Fieberschübe; das  periodisches Fieber (Ars, Ip, Nux.v, Puls, Bry, Lach, Aran, Lyc, Phos, Ign, Bell, Calc, Apis, Nat.m, Alum, Ferr,Thuj, Verr.a, Nat.s, Psor, Tub) beginnt  meist nachts  oder am frühen morgen. Erst frösteln die Patienten dann kommt es an einzelen Stellen im Organismus zu Hitzegefühlen (wie ein Vulkan mit mehreren Ausgängen) mit oder ohne Schweiß, Schauder oder Hautausschlägen. Relativ typisch allerdings ist Fieber begleitet von übelriechendem Nachtschweiß(Merc, Sil, Hep.s, Nit.ac, Phos, Lyc, Sep, Thuj, Ars, Carbos ..)  wie auch Fieber infolge Wurmbefalls.
Sulfur Patienten sind in  der Regel wenig auf ihr Äusseres bedacht, ragieren allerdings ziemlich empfindlich auf die Gerüche der anderen. Bettwärme, Anstrengungen und Waschungen verschlechtern begleitendende trockene Hautausschläge ebenso wie Wollkleidung. Gelegentlich sind die Kinder auch empfindlich auf Milch. Leichte Bewegung, frische Luft und ein gemässigt warmes Klima tut Sulfur Patienten gut. 

 

Auslöser/ Ursachen

 

Medikament

Physik. Auslöser

Psychische „Entzündungs“ Auslöser

Aconitum 

chron: SULF

Plötzl. Wetterumschwung von Wärme in trockene eisige Kälte,
rauhes stürmisches Klima

Plötzliche stürmische schreckliche „ kalte“ Bedrohung (Schock) mit Unruhe nächtlicher Todesangst, Verletzung), aufsteigende Hitzigkeit, die zu ersticken droht

Apis mellifica

chron : NAT.M

Stech- „Fliegenzeit“  -> Allergie
Hitze

Arbeitwut und gradlinige Planung geraten durcheinander Schreck, schlechte Nachrichten
unterdrückte sexuelle Verlangen

Arnica

chron : OP?

mechanische Verletzungen Sturz

Herausforderung mit verzögerterm Schreck (chirur. Eingriff „kippt“)

Ars

chron : THUJ

Scharfer kalter Winterwind im kalten Wasser, kalte wässrige Speisen, Überanstrengung

Sorgen, Kummer, Gefühlsausbrüche,
Materieller Sicherheitsverlust

Belladonna

chron: CALC

Erhitzung nach feuchter Kälte am Kopf (nasser Kopf, Haareschneiden, Luftzug), Sonne, Licht

Akute plötzliche Bedrohung mit turbulenter Wildheit (Fluchtimpuls, die das Blut zum Kopf rasen läßt, sich schließlich erschöpft - Benommenheit - und jede Information - Erschütterung - zuviel werden läßt)

Bryonia 

chron: ALUM

Trockener kalter Wind, Wetter- Wechsel  Unterdrückung von Hautausschlägen

Zorn, Schreck, Bedrohung der materiellen Sicherheit, Völlerei, unterdrückte („stillgelegte“) Hautausschläge f

Calc

feuchtes kaltes Wetter (Rheumawetter) Wind, Überanstrengung, Zerrung

geistig. “ Überhebung“ -> Angst v. Blossstellung,
Entlarvung  und Demütigung des Unvermögens 

Calcium phos 

Chron : SIL - TUB

Wetterbrüche“ (Schneeschmelze)
nasse Kälte

Wandlungsphasen (unerwiderte Zuneigung)

Chamomilla

Zahnung

Überempfindlichkeit fehlende innige Verbindung

Dulcamara

Wetterwechsel, feuchte Kälte im Herbst nach Unterdrückung Hautausschlag

Bedrohung des Terrains

Ferrum phos

chron: CHIN

Überanstrengung, mechanische Verletzung Kalte Luft nachts unterdrückter Schweiß im Sommer

Sensible-reizbare Schwäche, Willensschwäche

Gels

ARG.N

feuchtes-warmes (schwüles) sich langsam entwickelndes Fön -Wetter

Erwarterte Nackenschläge (Schreck, Lampenfieber Erwartungssspanung, depr. Nachrichten) alles fallen lassen (Stuhl, Lider)

Hepar sulfuris

CALC- SULF

kalte trockene scharfe Zugluft

Quecksilber, Erregung v. Feuerschein

Hyos Bell

StramBAR.C

Sturz herabfallen

Ausgehebelte Gefühlswelt, Lieberkummer, Entzug der Fürsorge, Geschwisterrivalität mit Rachegefühlen, Zuckungen und argwöhnisch hinterlistiger blass-kalter Eifersucht, alberne Babyregression

Lachesis 

chron: LYC

Stichwunden,Vergiftungen,
schwül-warmes Wetter
, Zugluft

Zorn, Demütigung, Schreck, Eifersucht, Sticheleien

Merc

Nachts, feuchtkalte Zugluft

Schreck, ertappt

Phos

chron : CARZ

Durchnässung, Flüssigkeitsverlust, athmosphärische Einflüsse

Gemütsbewegungen Imagination

Puls

SIL

Stickige feucht-warme Luft, n. Sitzen auf Kaltem, unterdrückte Hautausschläge

Gestörte emotionale  Bedürftigkeit

Rhus.t Calc

Sulf LYC

kalt-feuchte Nässe „nasse-schweißige“ muskuläre Überarbeitung, Zerrungen

Zorn, Überanstrengung (Rückzug -> Babyregression)

Sil

CALC - PHOS

Impfungen, Kälte, Nässe, Splitterverletzung

Nadelstiche“ -> Überbelastung bei Dünnhäutigkeit -> Gefahr für das eigensinnige Ich

Stram

Sonne, unterdrückte Hautausschläge

Das plötzliche Gefühl allein mitten im Dunkeln zu stehen (Schock, Schreck, Lichtentzug)

Thuj

chron : STAPH

Impfungen

Notwendigkeit der Abspaltung, verbergen

Zink

Stürmisches Wetter

Unterdrückung Hautausschlag