Kontakt
Böttgerstraße 20
60389 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 945 938 10
Faxnachrichten: +49 (0)69 945 938 30
info@kinderarzt-frankfurt.de
Sprechzeiten
Mo.- Fr. 8.30-12 Uhr
Mo. Di. Do. Fr. 14-17 Uhr
und nach Vereinbarung
Tel. (0)69 945 938 10
Homöopathie und Schulmedizin
Homöpathische Ärzte und klassische Schulmediziner stehen sich nicht selten mit großer Skepsis gegenüber.Warum ist das so?
Die Schulmedizin stützt sich diagnostisch fundamental auf biochemische und visuell wahrnehmbare Meßdaten wie Laborwerte,Computerbilder und Diagramme. Sie seziert den Menschen dabei quasi in seine Einzelteile und entdeckt mehr oder weniger große Abweichungen von der Norm. Sie beruft sich zu Recht auf großartige Erfolge in der Chirurgie und in anderen Disziplinen. Die Erfolge im Bereich der Neugeborenen- Intensivmedizin sind im Vergleich zu früher phänomenal. Die Säuglingssterblichkeit hat dramatisch nachgelassen. Narkosezwischenfälle sind sehr selten geworden.Die Entschlüsselung des gentischen Codes ist Routine, und Herztransplantationen sind heute keine Zeitungsmeldung mehr wert. Antibiotika und andere wirksame Arzneimittel haben Millionen Leuten das Leben gerettet.
Warum also noch Hömöopathie? Was soll das Spielchen mit den Kügelchen, die sowieso keine biochemisch wirksamen Moleküle enthalten?
Nun, die Homöopathen würden antworten was denn biochemische Medikamenteneinnahme (von Mangelzuständen abgesehen) ursächlich und zwangsläufig mit Gesundung zu tun habe ? Emotionen, Schockerlebnisse, Musik, Wetter und eine Vielzahl anderer nicht direkt meßbare Einflüsse hätten doch mindestens einen ebenso großen nachweisbaren Effekt auf die gesundheitliche Verfassung. Wo würdige die Schulmedizin die zweifellos vorhandenen Selbstheilungskräfte jedes Einzelnen? Und sei Gesundheit nicht zuallererst durch das Wohlbefinden ("wie gehts?") des Individuums und erst in zweiter Linie durch Kurvenverläufe und Diagramme zu beantworten? Die Frage nach der persönliche Befindlichkeit müsse der Patient logischerweise aber schon selbst beantworten.
Die Verabreichung von Medikamenten sei gewiß hilfreich, doch wie stehe es etwa um die Langzeitfolgen. Immerhin steige die Zahl der Rheumatiker, der Allergikers, der Diabetiker trotz gewissenhafter Forschung und besserer Medikamente steil an.
Jeder Mensch sei ein Indiviualist, alle Eltern mit zwei Kindern würden das bestätigen, sein Organismus reagiere über alle physiologischen Erkenntnisse hinweg eben doch unterschiedlich auf äussere und innere Belastungen. Sein Gesundheitempfinden sei in seiner Gesamtheit daher wohl vielschichtiger und vor allen Dingen persönlicher geprägt als es Laborblätter und Röntgenbilder widerspiegeln könnten. So wie die Dynamik eines Staus nicht nur durch eine Studien über die Verteilung von LKWs, dem Bremsverhalten des durchschnittlichen Autofahrers und anderen Teilaspekten in der Ganzheit analysiert und beschrieben werden könne, misslinge die wirkliche Erfassung des einzelnen sich krank fühlenden Patienten (und damit last not least auch seine Heilungschancen) wenn man den Blick zu sehr auf messtechnische Teilbereiche fokussiere.