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Sieben Regeln des gesunden Babywachstums
Die 6 +1 Regel des gesunden Babywachstums
Sie haben Schwangerschaft,Geburt und die ersten Tage mit dem neuen Familienmitglied gut überstanden. Im Krankenhaus haben sich Geburtshelfer, Hebammen und Kinderarzt um Sie und Ihr Baby gekümmert, erste Fragen beantwortet und die Vorsorgen U1 und U2 sind durchgeführt. Alles ist in Ordnung.
Zu Hause betreut sie nach der Entlassung die Hebamme ihrer Wahl. Sie gibt ihnen zu mancherlei Fragen praktischen Rat. Nachdem sie sich zum letzten Mal verabschiedet hat, sind sie nun mit ihrem Baby zum erstem Mal allein auf sich gestellt. Das ist an sich kein Problem - schließlich wird der Informationsbedarf durch Familie, Partner, Freunde und Bekannte mehr als ausreichend gedeckt, denn fast jeder hat zum Them Baby etwas zu sagen.
Und im Zweifelsfall gibt es ja noch Kinderarzt oder - ärztin,die man schnell einmal anrufen kann.
Mütter besitzen einen ausgezeichneten Instinkt für den richtigen Umgang mit ihrem Baby. Die meisten Eltern wollen aber Verantwortung nicht nur erspüren, sondern auch wissen wie sie den Gesundheitszustand und die Fortentwicklung ihres Kindes einzuschätzen haben. Sie möchten verständlicherweise wortwörtlich mit „Herz und Verstand“ vorgehen.
Totz aller bereitwilliger Hilfe und Unterstützung tauchen da manchmal diese Unsicherheiten auf. „Schläft er auch genug?“ oder „Warum ist sie so (un)ruhig?“ sind immer wiederkehrende besorgte Fragen. Fällt dann noch im Umfeld der (leider viel zu oft und vorschnell geäusserte) Satz: „Ob das wohl normal ist ?“ dann geraten selbst gestandene Eltern in Zweifel und wollen natürlich sofort wissen „ ob alles in Ordnung „ ist. Das ist mehr als verständlich, zeigt es doch die große Aufmerksamkeit die dem Baby entgegengebracht wird.
In den meisten Situationen wird sie ihr(e) Kinderarzt/ Kinderärztin beruhigen können.
Eine der täglich mehrfach gestellten Fragenkomplexe lautet etwa :
„Trinkt er auch genug? Die Oma hat gesagt, dass die Menge nicht ausreichend sei. In den Büchern steht, dass Babys ungefähr 6 Brustmahlzeiten /Flaschen haben müssen, und dabei jedesmal 200 ml trinken sollten. Und dann bricht unser Kind so viel. Meine Freundin hat gesagt: Speikinder sind Gedeihkinder. Im Internet steht aber, wenn ein Baby spuckt dann wäre es wahrscheinlich eine Milchunverträg-lichkeit ... ein Darmpilz oder ein Magenpförtnerkrampf, ..........? "
Die Sorge um eine ausreichende Trinkmenge ist berechtigt, denn alle Babys haben einen grossen Flüssigkeitsbedarf. Das wissen die Eltern. Und tatsächlich trinken fast alle Babys relativ (!) gesehen enorm viel. Bezogen auf das Körpergewicht müsste ein Erwachsener zwischen 8 - 12 Liter Milch pro Tag trinken, wollte er das Trinkpensum eines Säuglings erreichen. Wohlgemerkt: Jeden Tag !!
Bei jedem Baby unterschiedlich ist jedoch das Trinkverhalten. Nicht immer hat es Lust zum Trinken, vielleicht ist auch der Magen noch voll oder es fühlt sich gestört. Denkbar ist auch,daß das Baby etwas Interessantes entdeckt hat, die Milch also gerade nicht so wichtig ist, oder es hat momentan langsamer verdaut und eben nicht schon wieder Hunger hat. Die Liste können sie ein wenig Phantasie nach Belieben verlängern. Denken sie nur einmal an ihre eigenen Gründe das Essen aufzuschieben ....... Wie gesagt 8 - 12 Milch jeden Tag..........
Sie werden jetzt vielleicht sagen, dass ihnen diese Erklärungen nicht die Frage beantwortet „Trinkt unser Baby genug?“.
Das stimmt nicht ganz, denn immerhin können sie nachvollziehen, dass es normal und geradezu menschlich ist, wenn Babys nicht wie ein Roboter immer zu festen Zeiten " auftanken" und sich schon gar nicht diktieren lassen wieviel ihre vorgeschriebene Menge zu sein hat. Es sind eben von Anfang Individualisten mit ureigenen Bedürfnissen, einem eigenen Kopf und eben auch einem „eigenen Darm“ .
Ob die Trinkmenge genug ist lässt sich in einer ersten Annäherung relativ leicht beantworten. Zuwenig Trinken heißt ja Durst haben. Das Bild eines Durstenden in der Wüste kann man sich leicht vorstellen: Müde, kraftlos schleppt er sich dahin, kaum noch ansprechbar hat er nur ein einziges Verlangen: Wasser. Babys mit echtem Wassermangel geht es genauso. Sie sind schlapp, apathisch, bewegungsarm und haben das Interesse an ihrer Umwelt verloren. Wenn Sie jetzt in die Augen ihres Babys schauen werden sie aber das Gegenteil feststellen: Neugierige, aktive, kräftig schreiende Kinder haben keinen Wassermangel, sie haben für ihre Verhältnisse (zumindest bisher) ausreichend getrunken.
Lassen sie sich also nicht irritieren, wenn andere Kinder im gleichen Zeitraum mehr zu sich nehmen.
Denken sie daran: Stillen kommt von „still sein“ und bedeutet übersetzt, im Moment keine Bedürfnisse zu haben also auch keinen Hunger. Sobald dieses Gefühl beim Baby einsetzt wird es sich sofort melden. Ein Baby das zufrieden schläft oder mit offenen Augen seine Umgebung beobachtet ist mit sich zufrieden, es geht ihm rundherum gut. Daher gibt es auch keinen vernünftigen Grund Babys zu wecken. Sie melden sich bei Bedarf.
So mancher Erwachsene könnte in punkto Ernährungsdisziplin viel von Neugeborenen und Säuglingen lernen.
Wenn Sie möchten erfahren Sie hier mehr über die 6+ 1 Regel 6+ 1 Regel.pdf